Google-Unternehmensprofil optimieren: die Punkte, die wirklich zählen
Dein Profil steht, bringt aber kaum Anrufe? Diese 8 Punkte entscheiden, ob dein Betrieb in der Karte auftaucht, und was du besser lässt.

Ein Google-Unternehmensprofil optimierst du, indem du es bestätigst, die passende Hauptkategorie wählst, alles vollständig ausfüllst und laufend Bewertungen sammelst und beantwortest. Google nennt selbst drei Faktoren für die lokale Suche: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung kannst du nicht ändern, die anderen beiden schon.
Was Google selbst sagt
Google erklärt die lokale Suche offen. Relevanz heißt: Wie gut passt dein Profil zu dem, was jemand sucht? Dafür zählen vollständige Angaben. Bekanntheit heißt: Wie bekannt ist dein Betrieb, auch außerhalb von Google? Dafür zählen Bewertungen und Seiten, die auf dich verweisen. Und Google schreibt ausdrücklich, dass sich ein besseres Ranking nicht kaufen lässt.
Das ist die gute Nachricht für kleine Betriebe: Was zählt, ist Sorgfalt, nicht Budget.
Die 8 Punkte, die wirklich zählen
- Profil bestätigen. Ein unbestätigtes Profil erscheint seltener. Wenn jemand anderes deinen Betrieb eingetragen hat, beanspruchst du diesen Eintrag, statt einen zweiten anzulegen.
- Hauptkategorie genau wählen. Sie ist der stärkste Hebel im Profil. Nimm die Kategorie, die dein Kerngeschäft beschreibt, nicht die breiteste. Weitere Kategorien kommen als Nebenkategorien dazu.
- Name wie im echten Leben. Kein Ort, keine Leistung hinter dem Namen. Das widerspricht den Richtlinien und kann das Profil kosten.
- Alle Felder ausfüllen. Adresse oder Einzugsgebiet, Telefon, Website, Beschreibung, Attribute. Jedes leere Feld ist eine Frage, die Google nicht beantworten kann.
- Öffnungszeiten pflegen, auch die besonderen. Feiertage, Betriebsurlaub, Brückentage. Wer vor verschlossener Tür steht, schreibt selten eine gute Bewertung.
- Leistungen einzeln anlegen. Nicht nur „Sanitär“, sondern Badsanierung, Heizungswartung, Notdienst. So passt dein Profil zu mehr Suchanfragen.
- Echte Fotos. Team, Fahrzeuge, Räume, fertige Arbeiten. Keine Bilder aus Bilddatenbanken, die erkennt jeder.
- Bewertungen sammeln und beantworten. Nach jedem Auftrag eine kurze Bitte mit direktem Link. Und auf jede Bewertung antworten, auch auf die knappen.
Bewertungen: was erlaubt ist und was nicht
Die schlichte Bitte um eine ehrliche Bewertung ist erlaubt und wirkt. Verboten sind Gegenleistungen jeder Art, also Rabatt, Gutschein oder kostenlose Leistung, und Bewertungen von Mitarbeitern oder aus dem eigenen Umfeld. Wer dabei erwischt wird, verliert im schlimmsten Fall alle Bewertungen auf einmal.
Antworte sachlich und kurz, auch auf Kritik. Die Antwort liest nicht nur der Kunde, sondern jeder, der danach dein Profil öffnet.
Was nicht hilft
- Zwanzig Orte als Einzugsgebiet. Die Entfernung zum Suchenden bleibt ein Faktor, mehr Orte ändern daran nichts.
- Ein zweites Profil für die Nachbarstadt. Ein Betrieb, ein Profil, außer du hast dort wirklich einen eigenen Standort mit Personal.
- Gekaufte Bewertungen. Siehe oben.
Arbeitest du ohne Ladengeschäft, gelten ein paar eigene Regeln. Die stehen im Artikel Google-Unternehmensprofil ohne Ladengeschäft.
Profil und Website gehören zusammen
Das Profil bringt den Klick, die Website beantwortet die Fragen danach: was es kostet, wie es abläuft, ob du so etwas schon gemacht hast. Ein starkes Profil, das auf eine schwache Seite verlinkt, verschenkt Anfragen. Wie beides zusammenspielt und was es kostet, steht unter SEO und Performance.
Quellen
Zahlen, Fristen und Rechtsstände in diesem Artikel stammen aus diesen Quellen. Stand siehe Datum oben, bitte bei rechtlichen Fragen zusätzlich fachlich prüfen lassen.
Kurz und glatt beantwortet
Profil bestätigen, die passende Hauptkategorie wählen, alle Angaben vollständig ausfüllen, Öffnungszeiten aktuell halten, echte Fotos hochladen, Leistungen einzeln anlegen, regelmäßig um Bewertungen bitten und auf jede antworten. Das sind die Punkte, die Google selbst für das lokale Ranking nennt.