Lokales SEO31. Oktober 2026, 5 Minuten Lesezeit

Unternehmen bei Google eintragen: Schritt für Schritt zum Unternehmensprofil

So trägst du dein Unternehmen bei Google ein: Profil anlegen oder beanspruchen, bestätigen, richtig ausfüllen. Mit den Fehlern, die viele Betriebe machen.

Ein Smartphone mit Unternehmensprofil, Kartenstift und Sternen, daneben Postkarte und Visitenkarten auf einem Holzschreibtisch

Du trägst dein Unternehmen bei Google ein, indem du unter business.google.com/add ein Unternehmensprofil anlegst, deine Angaben ausfüllst und das Profil bestätigst. Gibt es deinen Betrieb in Google Maps schon, beanspruchst du den vorhandenen Eintrag, statt einen zweiten anzulegen. Das Profil ist kostenlos und die Grundlage dafür, dass Kunden aus deiner Region dich in der Kartenansicht finden.

Klingt einfach, und im Kern ist es das auch. Die meisten Probleme entstehen nicht beim Anlegen, sondern bei den Details: falsche Kategorie, doppelte Einträge, ein Name mit Suchbegriffen. Dieser Artikel führt dich Schritt für Schritt durch und zeigt, was du vermeiden solltest.

Warum der Eintrag bei Google so wichtig ist

Wer „Heizung Sinzig“ oder „Friseur Bad Neuenahr“ sucht, sieht ganz oben meist eine Karte mit drei Betrieben. Diese Plätze kommen nicht von der Website, sondern aus den Google-Unternehmensprofilen. Ohne Eintrag kannst du dort nicht auftauchen, ganz gleich, wie gut deine Website ist.

Dazu kommt: Viele Kunden rufen direkt aus dem Profil an, lassen sich die Route anzeigen oder lesen Bewertungen, ohne je auf eine Website zu klicken. Das Profil ist damit für viele Betriebe das Erste, was ein neuer Kunde von ihnen sieht.

Vorher prüfen: Gibt es deinen Betrieb schon?

Bevor du ein neues Profil anlegst, such deinen Betrieb in Google Maps, mit Namen und Ort. Oft gibt es schon einen Eintrag, angelegt von einem Kunden, von einem früheren Inhaber oder automatisch aus öffentlichen Daten.

  • Kein Eintrag vorhanden: Du legst ein neues Profil an.
  • Eintrag vorhanden, aber nicht bestätigt: Du beanspruchst ihn über „Inhaberschaft für dieses Unternehmen geltend machen“.
  • Eintrag vorhanden und von jemand anderem bestätigt: Du beantragst die Inhaberschaft, Google fragt dann beim aktuellen Inhaber nach.

Lege auf keinen Fall einen zweiten Eintrag für denselben Betrieb an. Doppelte Profile verwirren Kunden und Google, und am Ende verlieren beide an Sichtbarkeit.

Schritt für Schritt: Unternehmen bei Google eintragen

So legst du ein neues Profil an:

  1. Google-Konto wählen. Nimm ein Konto, das zum Betrieb gehört und nicht an einer einzelnen Person hängt, die irgendwann geht. Weitere Personen kannst du später als Verwalter hinzufügen.
  2. Profil anlegen. Unter business.google.com/add wählst du „Unternehmen zu Google hinzufügen“ und folgst den Schritten.
  3. Name eingeben. Genau so, wie dein Betrieb im echten Leben heißt, auf Schild, Briefbogen und Website. Keine Zusätze wie Ort oder Leistung.
  4. Hauptkategorie wählen. Die wichtigste Entscheidung im ganzen Profil. Wähle die Kategorie, die deinen Kern beschreibt, etwa „Sanitärinstallateur“ statt „Bauunternehmen“. Weitere Kategorien kannst du ergänzen.
  5. Adresse oder Einzugsgebiet festlegen. Kommen Kunden zu dir, gibst du die Adresse an. Fährst du zu deinen Kunden, legst du ein Einzugsgebiet fest und blendest die Adresse aus.
  6. Telefon und Website eintragen. Eine Nummer, unter der wirklich jemand erreichbar ist, und die Adresse deiner Website.
  7. Bestätigen. Google bietet dir eine Bestätigungsmethode an, mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Fährst du ausschließlich zu Kunden und hast keine Räume mit Publikumsverkehr, lohnt ein Blick in den Artikel Google-Unternehmensprofil ohne Ladengeschäft.

Die Bestätigung: so beweist du, dass der Betrieb dir gehört

Ein Profil erscheint erst dann vollständig in Suche und Maps, wenn es bestätigt ist. Google nennt dafür mehrere Wege:

Methode Wie es abläuft
Telefon oder SMS Google ruft an oder schickt einen Code an die Nummer des Betriebs
E-Mail Du bekommst die Schritte an eine Adresse, auf die du Zugriff hast
Videoaufnahme Du filmst Standort, Werkzeug oder Fahrzeug und belegst so, dass es den Betrieb gibt
Live-Videoanruf Ein Mitarbeiter von Google geht den Nachweis mit dir per Video durch
Postkarte Ein Code kommt per Post an die Geschäftsadresse

Welche Methode du bekommst, entscheidet Google selbst, abhängig von Branche, Region und den öffentlich verfügbaren Angaben. Du kannst sie nicht frei wählen. Nach dem Absenden prüft Google laut eigener Hilfe bis zu fünf Werktage, manchmal länger. Eine Postkarte kommt meist innerhalb von 14 Tagen, der Code darauf gilt 30 Tage.

Tipp für die Videoaufnahme: Zeig in einem durchgehenden Video ohne Schnitt das Firmenschild oder die Fahrzeugbeschriftung, dann die Werkstatt oder das Werkzeug und zum Schluss einen Nachweis, dass du Zugang hast, etwa wie du die Tür aufschließt. Unklare oder geschnittene Videos werden oft abgelehnt.

Nach dem Eintrag: diese Angaben solltest du sofort ergänzen

Ein bestätigtes, aber leeres Profil bringt wenig. Google nennt drei Faktoren für die lokale Suche: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Bei Relevanz und Bekanntheit hilft ein vollständiges Profil direkt.

  • Öffnungszeiten, inklusive Feiertagen und Betriebsurlaub
  • Leistungen, einzeln angelegt und kurz beschrieben
  • Fotos von Team, Betrieb, Fahrzeugen und Arbeiten, keine Stockbilder
  • Beschreibung in deinen eigenen Worten: was du machst, für wen, in welcher Gegend
  • Bewertungen: nach jedem Auftrag freundlich darum bitten und auf jede antworten

Wie du das Profil danach Schritt für Schritt nach vorne bringst, steht im Artikel Google-Unternehmensprofil optimieren.

Häufige Fehler beim Eintrag

  • Suchbegriffe im Namen. „Mustermann Heizung Sinzig Notdienst 24h“ verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Der Name bleibt der echte Name.
  • Falsche Hauptkategorie. Wer eine zu allgemeine Kategorie wählt, taucht bei den konkreten Suchen nicht auf.
  • Unterschiedliche Angaben. Name, Adresse und Telefonnummer sollten im Profil, auf der Website und in Branchenverzeichnissen gleich lauten.
  • Privatadresse sichtbar. Wer von zu Hause arbeitet und keine Kunden empfängt, blendet die Adresse aus.
  • Profil anlegen und vergessen. Ein Profil mit veralteten Öffnungszeiten kostet Vertrauen, sobald ein Kunde vor verschlossener Tür steht.

Profil und Website gehören zusammen

Das Profil holt Kunden in die Kartenansicht, die Website überzeugt sie. Google schaut sich beides an: Passt die Website zu den Kategorien und Leistungen im Profil, nennt sie deinen Ort und lädt sie schnell, stärkt das die Relevanz. Deshalb verknüpfe ich bei jedem Projekt beides miteinander, mehr dazu auf der Seite zu lokalem SEO.

Du willst das Profil nicht selbst einrichten? Im Local-SEO-Setup für 890 Euro einmalig lege ich es an oder übernehme den vorhandenen Eintrag, wähle die Kategorien, lade die Bilder hoch und richte einen Ablauf ein, mit dem du regelmäßig Bewertungen bekommst. Wo dein Betrieb heute steht, zeigt dir der Website-Check in 2 Minuten.

Quellen

Zahlen, Fristen und Rechtsstände in diesem Artikel stammen aus diesen Quellen. Stand siehe Datum oben, bitte bei rechtlichen Fragen zusätzlich fachlich prüfen lassen.

Kurz und glatt beantwortet

  • Nein. Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos. Bezahlen musst du nur, wenn du jemanden mit der Einrichtung und Pflege beauftragst oder zusätzlich Anzeigen schaltest.

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